Stromdirektheizung – eine Alternative?

1.Für Niedrigenergiegebäude mit geringem Wärmebedarf werden schnell reagierende Heizsysteme, die punktgenau die Wärmeanforderung der Nutzer einfach bereitstellen können, benötigt. Elektrische Flächenheizung für Boden/Wand/Decke ermöglichen durch ihre Bauart mit oberflächennaher Verlegung ein schnelles Aufheizen und dadurch einen effizienten Betrieb. Bei korrekter Auslegung einer Deckenheizung z.B. reicht ein Belegungsgrad von ca. 50 % aus, um eine behagliche Strahlungswärme zu erzeugen. In Verbindung mit dezentral erzeugtem Strom einer eigenen PV-Anlage (Deckung des Verbrauchs von ca. 30 % möglich) ist das System auch ökologisch vorteilhaft.

2.Elektrisch betriebene Infrarot-Deckenstrahler wirken wie Sonnenstrahlen im Gebäude. Sie erwärmen in erster Linie die Körper (auch die der Bewohner) und weniger die Luft. Das sorgt trotz niedriger Raumtemperatur für ein angenehmes Raumklima. Darüber hinaus entsteht weniger Luftbewegung als bei einer Konvektionsheizung und verringert somit Staubaufwirbelungen. Bei diesem System können Wärmestrahlplatten, je nach Einbausituation, freihängend oder unmittelbar unter der Decke montiert, zum Einsatz kommen. Die Elemente erwärmen durch die Strahlung – bei einer üblichen Raumhöhe von 2,50 m – ca. 10 m² Wohnfläche. Der elektrische Anschluss erfolgt über den Gerätestecker und die passende Verkabelung. Übliche Steuersysteme ermöglichen über Raumtemperaturkontrolle eine einfache, raumbezogene Bedienung